Die Geschichte rund um Black Book 2000 ch

Diese Seite soll einen Überblick rund um die Geschehnisse im Zusammenhang mit "Black Book 2000 ch" geben. Vollständige Scans aller offiziellen Beschlüsse sind im PNG-Format gezippt ebenfalls zur Verfügung gestellt, ebenfalls einige weitere Dokumente, die möglicherweise von Interesse sind. Bei Fragen zu Dokumenten oder für weitere Auskünfte können Sie mich kontaktieren.

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Vergleich vom 22. Dezember 2003

(Hinweis: Der Kläger ist Fausto G. Farinoli, der Beklagte bin ich)
  1. Der Kläger vertrieb eine CD-Rom unter dem Titel Blackbook mit Personendaten von Personen in der Schweiz. Der Beklagte engagiert sich als Mitglied der Swiss Internet User Group (SIUG) gegen unerwünschte Werbemitteilungen per E-Mail. Er gelangte zur Auffassung, dass "Blackbook 2000 ch" für solche Werbemitteilungen benützt werden könnte.
  2. In Folge unterschiedlicher Auffassungen der Parteien über das durch den Kläger vertriebene Produkt "Blackbook" publizierte der Beklagte im Internet unter bbook.trash.net Informationen, die inhaltlich und in ihrer Formulierung über ein übliches Mass an Kritik hinausgingen. Diese Informationen wurden teilweise von Medien weiterverbreitet und in der Folge entwickelte sich zwischen den Parteien eine Auseinandersetzung mit gegenseitigen Vorwürfen, welche in keinem Verhältnis zum Streitgegenstand lagen. Soweit der Beklagte den Kläger damit in seiner Persönlichkeit verletzt hat, entschuldigt er sich beim Kläger dafür. Dem Beklagten ging es ausschliesslich um die Sensibilisierung des Publikums für die Zugänglichmachung von Personendaten, welche für unerlaubte Werbemitteilungen missbraucht werden können. Es war zu keiner Zeit seine Absicht, den Kläger in seiner Persönlichkeit zu verletzen.
  3. Der Beklagte nimmt zur Kenntnis, dass der Kläger sich dennoch vorbehält, seine Sicht der Dinge im Fall "Blackbook 2000" umfassend zu publizieren. Der Kläger verpflichtet sich dabei, keine persönlichkeitsverletzenden Äusserungen über den Beklagten zu verbreiten. Im Gegenzug behält sich der Beklagte vor, allfällige Publikationen oder Darstellungen von Seiten des Klägers zu erwidern.
  4. Dieser Vergleich wird vom Beklagten für mindestens drei Monate (beginnend ab 1. Februar 2004) auf bbook.trash.net publiziert und auf der Webseite www.trash.net/~roman verlinkt.
  5. Der Kläger zieht hiermit seine beim Bezirksgericht Zürich betreffend Forderung/Persönlichkeitsverletzung am 27. Juni 2001 eingereichte Klage zurück.
  6. Die Parteien übernehmen die Kosten des audienzrichterlichen Verfahrens und des vorliegenden ordentlichen Verfahrens je zur Hälfte. Demgemäss verpflichtet sich der Beklagte, dem Kläger den Betrag von Fr. 528.50 zu bezahlen, nämlich die Hälfte der vom Kläger bereits bezogenen Kosten des audienzrichterlichen Verfahrens.
  7. Die Parteien verzichten gegenseitig auf Prozessentschädigung.
  8. Mit der Erfüllung dieses Vergleichs sind die Parteien in zivilrechtlicher Hinsicht per Saldo aller gegenseitigen Ansprüche vollumfänglich auseinandergesetzt.